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Der Eifelverein OG Linz blickt hinter die Kulissen auf dem
Köln-Bonner Flughafen.

Der Flughafen Köln-Bonn „Konrad Adenauer“ ist ein internationaler Verkehrsflughafen und liegt am südöstlichen Stadtrand in Köln-Grengel und zu einem kleinen Teil auf Troisdorfer Gebiet.

Er ist 12 km vom Kölner und 16 km vom Bonner Stadtzentrum entfernt

Bei herrlichem Sonnenschein starteten 20 Mitglieder des Eifelvereins der OG Linz zur  Besichtigungstour am Airport Köln-Bonn mit Sonderführung Gepäckhalle und einem exklusiven Einblick in die Gepäckförder-und Sortieranlage.
Am Flughafen angekommen eine kurze Nachfrage von der Organisatorin, ob auch niemand Messer, Nagelfeile etc. bei sich habe, was allseits verneint wurde. Bei der Frage, ob jeder seinen Personalausweis dabei hat, wurde dieses bejaht.
Pünktlich um 14:00 Uhr wurden wir von unserer Besucherführerin am Treffpunkt Meetingpoint (Besucherführung) ganz herzlich begrüßt und mit Namensschildern ausgestattet. Seitdem wissen wir auch, welche „hübschen“ Vornamen wir haben. Dann ging es zum Check-In mit den üblichen Kontrollen.
Auch bei  Besucherführungen gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Als erstes wurden unsere Ausweise kontrolliert und dann ging es für Einige durch die Personenkontrolle (Scanner) und andere mussten durch die Sprengstoffkontrolle. Aber es ging alles gut und keiner war auffällig, die Beamten meinten „Ihr seid Sauber“. So wurden wir auch mit Warnwesten ausgestattet.

Jetzt ging es los.

Mit dem Flughafen-Bus fuhren wir auf das Vorfeld, wo wir einige Start- und Landeflüge auf der großen Landebahn und Querbahn über die Wahnerheide (Seitenwindbahn) beobachten konnten.
Interessant auch was alles rund um einen Flieger passiert.
Ein Tankwagen pumpt Kerosin in die Tragflächentanks, die Bordverpflegung wird angeliefert. Wir erfuhren wie die Koffer herangefahren und verstaut werden. Steht das Flugzeug nicht direkt am Terminalfinger, werden die Passagiere mit dem Bus auf das Vorfeld gebracht und nutzen die Treppen. Dieses Verfahren  wird vorwiegend von Ryanair verwendet, da Zeitersparnis. Die Frage wie lange ein Flugzeug z. B. bei Ryanair von der Landung bis zum nächsten Abflug auf dem Vorfeld seht, konnte von uns niemand beantworten bzw. schätzen: 25 Minuten!! Ein Flugzeug hat keinen Rückwärtsgang und wird aus diesem Grund mit einem Pusher so in Position gebracht, dass es aus eigener Kraft in die Startposition schafft.
Später konnten wir einen exklusiven Einblick in die Gepäckförder- und Sortieranlage erhalten.
In der Leitzentrale wurde uns erklärt, wie die Logistik funktioniert und jedes einzelne Gepäckstück – in der Hochsaison bis zu 6.000 Gepäckstücke pro Stunde – im richtigen Flugzeug landet.
Alle Gepäckstücke erhalten beim Einchecken einen Barcode, der wird bei den Kontrollpunkten so eingescannt, dass diese über Förderbänder und dem 360°-Scanner an der richtigen“ Schütte“ landen, auf den Gepäckwagen verstaut und dann zum entsprechenden Flugzeug gefahren werden. Ganz neu helfen beidseitig bewegliche Druckluftansauger die Gepäckstücke auf den Wagen zu laden; denn es ist ansonsten „Muskelkraft“ gefragt.
Einfach faszinierend wie so etwas funktioniert und wie viel Arbeit dahintersteckt, damit alles ordnungsgemäß im Flugzeug und nach der Ankunft auf dem richtigen Gepäckband landet.
Nach der Besichtigung der Gepäckförder-und Sortieranlage fuhren wir nochmal über das Flughafengelände.
Das Konzept des Flughafens besteht darin, dass zur einen Hälfte der Flugverkehr (hauptsächlich in Europa) und zur anderen Hälfte im Frachtverkehr erfolgt. Der Frachtverkehr wird meistens wegen der Lärmbelästigung nur nachts abgewickelt. Die Firmen FedEx und UPS haben hier große Verladehallen auf dem Flugplatz. DHL wurde nach Leipzig verlegt.
Außerdem hat die Bundesregierung ihre Weiße Flotte und 2 große Jumbojets hier stationiert.
Auch die Feuerwehr hat hier eine wichtige Aufgabe zu erfüllen und ist rund um die Uhr im ständigen Einsatz.

In lockerer Art wurde den Wanderfreunden der Betrieb des Flughafens nahegebracht, ein großes Dankeschön ging an die kompetente Besucherführung.

Mit der S-Bahn ging es dann nach Köln, wo die Teilnehmer am Domplatz bei Kuchenspezialitäten und einer guten Tasse Kaffee den Tag ausklingen ließen. Beeindruckt und mit vielen neuen Informationen und interessanten Einblicken fuhr die Gruppe wieder nach Linz zurück.

Ein besonderer Dank für die Organisation und Durchführung der Flughafenführung an unsere Liesel.

Bericht.  Elke Kramer

 

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