P1100900Dass diese Wanderung abenteuerlich werden sollte ahnte noch niemand beim Treffpunkt. Die Wanderführer wurden karankheitsbedingt ausgetauscht. Mit einer herzlichen Begrüßung und einem Spruch in den Tag starteten 18 Wanderfreunde zur Wanderung in Rheinbrohl. Da die Wanderführerkurzfristig eingesprungen waren, konnten sie keine Vortourmachen, so wurde aus Spaß vereinbart,

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dass dreimal verlaufen erlaubt sei.
Der Weg führte uns mit einer kräftigen kurzen Steigung zum Ehrenmal und zur Rheinbrohler Ley. Hier wurde eine kurze Trinkpause eingelegt, um auch die herrliche Aussicht zu genießen. Die Sicht reichte über das Rheintal bis weit in die Eifel. Das Navy leitete den Wanderführer Richtung Annahof, aber auf einen falschen Weg, denn der wurde vom Eigentümer versperrt was das Navy natürlich nicht wusste. Also musste ein kurzer Umweg gegangen werden. Mittlerweile kam die Sonne hervor und die wärmenden Sonnenstrahlen taten nach der langen frostigen Zeit gut. Kurz vor dem Magdalenenhof bot eine Hütte mit Sitzgelegenheit innen und außen die Mittagsrast einzulegen. Gestärkt ging es weiter durch Buchenwald bergan zum Hammersteiner Forsthof. Auf den Waldwegen war Vorsicht geboten, denn es lag noch einiges an Schnee und unter der Schneedecke war alles vereist und glatt. Am Forsthof angekommen führte uns der Wegweiser Richtung Burgruine Hammerstein, unser nächstes Ziel. Hier ahnte noch niemand, dass wir dort nie ankommen würden. Plötzlich teilten sich die Wege, es waren drei zur Auswahl. Was sagt denn das Navy? Das zeigte den Weg links hinunter und dann den rechten Weg einschlagen. Der war aber zugewuchert, was jetzt! Die Mehrheit der Gruppe entschloss sich schließlich für den linken Weg zu gehen und meinten, wir kommen schon ans Ziel. Durch viel Schnee ging es Berg an, um oben angekommen sofort wieder Berg ab zu laufen. Plötzlich war der Weg zu Ende. Den Wanderführer konnte nichts aus der Ruhe bringen. Mit seinem Navy in der Hand suchte er verzweifelt nach einer Möglichkeit wieder auf die Hauptroute zu gelangen. Zurück gehen, unmöglich. Er wurschtelte sich durch Dornen und Gestrüpp die im Weg lagen und wir hinterher. Was für ein Glück, dass uns die Wildschweine diesen Pfad einigermaßen frei gemacht hatten, egal und durch. Einer half dem anderen, denn wir hatten auch noch mit abschüssigem Gelände zu kämpfen. Fest halten an Baumstämmen war unmöglich, da diese zum Teil sehr morsch waren. Zum Glück hatte in diesem Bereich des Waldes kein Schnee und Eis gelegen denn dann wäre es sehr heikel gewesen. Trotzdem machte es Spaß. Zum Schluss musste noch ein kleiner Abhang überwunden werden, wo auch Hilfestellung gegeben wurde. Wie alle heil und ohne Kratzer auf dem Hauptweg angekommen waren meinte der Wanderführer, dass wir alle die Geländetauglichkeitsprüfung bestanden hätten. Am Anfang wurde ja gesagt, dass dreimal verlaufen erlaubt sei, das hatte der Wanderführer so richtig ausgenutzt. Wir setzten den Weg auf gut begehbaren Wegen durch die Weinberge bis nach Leutesdorf fort. Hier kehrten wir zum gemütlichen Beisammensein zur Schlusseinkehr ein.
Es war eine herrliche Wanderung mit viel Abwechslung und Abenteuer, solche Wanderungen könnten wir öfters wiederholen.

Ein herzliches Dankeschön für die Abenteuerliche Tour an unsere Wanderführer Irmhild und Berthold, die spontan eingesprungen sind.

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