P1100506Unter dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen, wenn wir doch alles vor der Tür haben“ trafen sich 18 Wanderfreunde um im Drachenfelser Ländchen zu wandern.
Das Drachenfelser Ländchen, liegt nicht im Drachenfelser Ländchen, wie manch einer vermuten mag, er befindet sich sogar auf der gegenüber liegenden Rheinseite, heißt heute Wachtberg und bietet von vielen Stellen einen traumhaften

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Blick auf Siebengebirge und Drachenfels. Das Gemeindegebiet ist geprägt von Kuppen vulkanischen Ursprungs, unter anderem dem Wachtberg (258 m), um 1823 gab es den Abbau von Zink-, Blei-und Kupfererz.
In Fahrgemeinschaften fuhren wir auf die andere Rheinseite nach Berkum in der Gemeinde Wachtberg.
Unterwegs fuhren wir am Forschungsradar des Fraunhofer-Institutes vorbei. Die silberne, große "Kugel" zwischen Werthhoven und Berkum ist kaum zu übersehen - selbst von der anderen Rheinseite aus ist sie zu erkennen. Das "Himmelsauge" gehört zur "Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften" 
Unsere Wanderung starte am Hallenbad in Berkum. Der Wind war kalt und der Himmel regenverhangen.
Etwas bergauf erreichen wir die Wasserburg Odenhausen (16. Jh.), die auf etwa 260 Meter Höhe liegt!
Über eine Brücke gelangten wir über den äußeren Wassergraben durch ein barockes Tor in den Wirtschaftshof, von dem eine weitere Brücke über den Wassergraben zu dem zweiflügeligen Herrenhaus führte. Das Portal ist von einem Wappen geschmückt. An der Hauptfront trägt ein pavillonartiger Ausbau einen zweigeschossigen Erker  mit spätgotischem Maßwerk, und über der oberen Fensterreihe befindet sich auf jeder Seite ein Voulantengiebel. Die Burg befindet sich in Privatbesitz und wir waren begeistert, wie gepflegt und einladend die sie aussah.
Weiter führte der Weg auf den Wachtberg zum Ehrenmal. Von dort gingen wir abwärts in Richtung Villip und gelangten zur Wasserburg Gudenau. Leider war das Tor zum Innenhof verschlossen, so konnten wir nur durch das Schmiedeeiserne Tor einen Blick hineinwerfen. Auch diese Burg befindet sich in Privatbesitz und ist in einem sehr guten Zustand.
Wir verlassen Burg Gudenau und wandern in Richtung Villip, dort halten wir unsere Mittagsrast. Da genügend Zeit war kehrten wir in einem Hotel zu Kaffee und Kuchen (wer wollte) ein. Gut gestärkt und aufgewärmt, mittlerweile scheint auch die Sonne, verlassen wir den Ort und wandern in Richtung Waldgebiet. Auch hier hat der Sturm seine Spuren hinterlassen, die Wege waren matschig und vom Regen aufgeweicht. Weiter durch den Wald geht ein Stück abwärts und bald wieder bergan. Auf der Höhe angekommen erwartet uns ein atemberaubendes Panorama, das Siebengebirge. Wir versuchen alle sieben Berge mit Namen zu erkennen.
Durch freies Gelände mit prächtigem Rundblick auf die andere Rheinseite kommen wir an Pferdekoppeln und Obstplantagen vorbei, bis wir schließlich Berkum erreicht haben. Hier schließt sich der Kreis der heutigen Rundwanderung.
Im Hotel Gasthof Zu den Linden in Berkum lassen wir eine leichte, aber dennoch sehr schöne Wanderung bei gut bürgerlicher Küche und einem guten Tropfen ausklingen.

Ein herzliches Dankeschön für die Organisation und Durchführung der landschaftlich schönen Wanderung an unsere Wanderführer Irmhild & Berthold

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