P1090941Ein neuer Wanderweg im schönen Brohltal, den wollten sich 22 Wanderfreunde der Eifelvereins-Ortsgruppe Linz näher betrachten. Unsere Tour startete nach der herzlichen Begrüßung durch unsere Wanderführerin an den riesigen und mächtigen Trasshöhlen im Brohltal. Die Tour begann direkt mit einem alpinartigen steilen Anstieg, auch „Teufel“ genannt, vorbei am Teufelsknochen mit schöner Aussicht auf die

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Brohltalbahn. Hier wurden neue Kräfte gesammelt, um erneut den letzten steilen Pfad durch einen kleinen Steinbruch zu bewältigen. Oben angekommen erwartete uns ein Schild “schlimmer wird’s nimmer“, dass ließ ja hoffen, und weiter über den sogenannten Römerpfad zum Weinberghäuschen. Hier wurden wir mit eindrucksvollen Panoramablicken auf Burgbrohl, die Höhen des Kunkskopfes und den Lydiaturm am Laacher See belohnt für die Strapazen des Anstiegs. Der weitere Weg führte uns über Feld- und Wiesenwege bis zum Heiligenhäuschen von Oberlützingen bis auf die Höhen des Vulkankraters Herchenberg, einem Schlackenvulkan mit initualer Maarphase. Von der Aussichtsplattform am Herchenberg aus genießen wir den grandiosen Einblick in den durch den Lavaabbau geöffneten Krater mit seinen smaragd-grünen Bergsee bewundern.
Das Wetter war traumhaft, Sonne pur und herrliche Weitsichten bis zur Hocheifel mit Blick zur Burg Olbrück , deren mächtiger Bergfried uns immer wieder des gesamten Weges begleitete, zum Rheintal mit dem Siebengebirge, Petersberg, Drachenfels, Löwenburg, Oelberg und weiter bis zum Mehrberg.  Der Weg führte weiter zur Dreifaltigkeitskapelle- eine „Sternwallfahrtskirche“ -, wo wir unsere Mittagsrast mit einem guten Flaschengeist einlegten. Gut gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg. Es folgte eine Waldpassage mit alten knochigen Buchen hinunter zum Ortsteil Weiler, am idyllischen Brohlbach vorbei, und dann weiter über Feldwege nach Buchholz hinauf. Hier wurde noch ein Abstecher zur Propstei Buchholz, ein ehemaliges Benediktiner Kloster, das im Jahr 1135 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nach Besichtigung der Kirche Sankt Servatius verlief der Weg noch am Gleesbachtal entlang, vorbei auch an der Fatimakapelle, über das Schloßhotel Burgbrohl, auch hier machten wir einen Zwischenstopp um die Anlage zu besichtigen.
Der weitere Wegverlauf führte uns durch den neu gestalteten Kurpark Brohltalaue Ost. Gleich zu Beginn wird der Brohlbach mittels einer futuristisch gestalteten Holzbrücke überschritten. Wir wandertenn am eisenhaltigen Mineralwassersprung vorbei und folgten dann einem idyllischen Waldweg talabwärts am Brohlbach entlang, der sich schon bald zu einer schmalen Pfad verjüngt. Im lichten Laubwald des Lummerfeldes ragen rechter Hand Basaltfelsen auf, die mit dem Ausbruch des Lacher-See-Vulkans und dem damit verbundenen Lavastrom in Verbindung gebracht werden. Kurz darauf fällt die Route ziemlich steil ab und läuft nach einigen Windungen an den gewaltigen Trasswänden
zurück zum Ausgangspunkt.
Ein erlebnisreicher Herbsttag mit Traumwetter und einer abwechslungsreichen und mit einigen Höhepunkten gespickten Wanderung neigt sich dem Ende zu.
Wir lassen den Tag in einem gemütlichen Lokal bei gutem Essen und einem frisch gezapften Bier ausklingen.

Ein herzliches Dankeschön für die Organisation und Durchführung dieser landschaftlich schönen Wanderung an unsere Wanderführerin Annette.

Irmhild Füllenbach

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