Frisch war es am Sonntagmorgen als sich 12 Wanderfreunde trafen. Mit dem Auto fuhren wir in Fahrgemein-schaft in die Eifel, um dort um die Hohe Acht und zum Kaiser-Wilhelm-Turm zu wandern.
Nach dem die Wanderschuhe geschnürt waren, begrüßte uns der Wanderführer Herbert herzlich. Mit einem Wanderspruch, der für diese

Tour genau passte, starteten wir an einem Parkplatz unterhalb der Hohen Acht und wanderten zunächst abwärts in den Weiler Hochacht.
Nur kurz blieben wir am Odenbach, querten dann zum Schenkbach und wanderten dieses zauberhafte Tal längere Zeit in völliger Einsamkeit abwärts. Das Wetter war uns wieder einmal gut gesonnen, am Himmel konnten wir ein immer wieder wechselndes Wolkenspiel beobachten, die sagenhaft aussahen. Unterwegs hatten wir noch Mühe an einem ausgebüchsten Kalb einer schottischen Rinderherde vorbei zu kommen, auch das gelang uns.
An einem schönen Waldrand mit fantastischer Aussicht in die Weite der Natur legten wir unsere Mittagsrast ein.
Ein Landwirt hatte uns entdeckt und meinte, wir hätten uns das schönste Fleckchen der Eifel ausgesucht. Er erzählte uns auch, dass es in der Gegend nur noch wenige Landwirte gibt und dass es die Jugend in die umliegenden Städte zieht.
Gut gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Hohe Acht.
Einige Zeit begleitete uns der idyllische Odenbach bis wir wieder auf die Höhe von Kaltenborn gelangten, hier hatten wir einen schönen Blick auf das Dorf und seine Umgebung. Von dort queren wir nach Jammelshofen, wo der lange Aufstieg auf die Hohe Acht beginnt, zunächst bei freier Sicht auf einem Balkonweg mit fantastischen Weitblicken, weiter über wechselnde Waldwege.
Ein kurzer steiler Anstieg, wieder eine kleine Gemeinheit zum Abschluss, führte uns direkt auf die Bergspitze und damit auf die höchste Erhebung der Eifel, den Kaiser-Wilhelm-Turm.
Der Berg ist ein tertiärer Vulkan, dessen Kegel aus Gesteinen des Unterdevons und dessen Kuppe aus Basalt besteht.
Der Turm diente als Geschenk zur Silberhochzeit des damaligen Kaisers Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria sowie als Gedenken an Kaiser Wilhelm I. Errichtet 1908 - 1909.
Für uns war es ein Muss auf die Aussichtsplattform des Turmes zu steigen. Oben angekommen wurden wir mit einer Aussicht belohnt, die man nicht beschreiben kann.
Ein Traumausblick auf die Landschaften um Kaltenborn und Jammelshofen, auf Adenau, die Nürburg, bis in das Siebengebirge und Köln gehörten zu den Schönheiten dieser Tour.
Schließlich ging es den steilen Anstieg wieder hinunter zum Parkplatz, wo unser Auto stand. So eine fantastische Wanderung darf natürlich nicht ohne eine Einkehr enden. Leider gibt es hier in der Umgebung keine Einkehrmöglichkeit mehr, so fuhren wir mit dem Auto an der Ahr entlang wo wir im Weingut Klosterhof Gilles in Marienthal bei gutem Essen und einen leckeren Tropfen Wein eine sehr schöne Wanderung ausklingen ließen.

 

Ein herzliches Dankeschön für die Organisation und Durchführung der tollen aussichtsreichen Wanderungen an unseren Wanderführer Herbert.

Irmhild Füllenbach

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